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Volksbegehren "Ethik für ALLE"

Mehr dazu: www.ethikfueralle.at

Text aus: https://www.ethikfueralle.at/positionen/

Im Schuljahr 2020/21 wird der Ethikunterricht ins Regelschulwerk Überführt werden. Besuchen sollen ihn nur jene SchülerInnen, die, aus welchem Grund auch immer, keinen Religionsunterricht besuchen. Er soll eine Alternative zum Kaffeehaus bilden und bevorzugt von ReligionslehrerInnen durchgeführt werden. Infolge der Besch?ftigung mit dem Transzendenten in seinem Rahmen soll er gar SchülerInnen als "Appetitanreger" dienen und Abmeldungen vom Religionsunterricht verhindern. Kurzum: er hat sich dem Religionsunterricht unterzuordnen und ihm zu dienen.

So zumindest die Vision der Regierung.

Es kann aber auch anders gehen da der Ethikunterricht viel zu wichtig ist, um den Partikularinteressen der Religionsgemeinschaften geopfert zu werden. In einer offenen, säkularen Gesellschaft kann – und muss – ein Ethikunterricht viel mehr bieten. Es darf daher auch viel mehr verlangt werden.

"Alle" bedeutet "Alle"

In den Genuss eines Ethikunterrichtes haben alle SchülerInnen des intakten Klassenverbandes – ab der 1. und bis zur 12./13. Schulstufe – zu kommen. Ungeachtet ihrer konfessionellen Zugehörigkeit und in jeder Schule mit Öffentlichkeitsrecht, versteht sich. Denn wer zum Zweck der Wertevermittlung Klassen dividiert, spaltet auch außerhalb der Schule und wer mit der Wertevermittlung zu spät beginnt, der vermittelt wenig.

Keine Qualität ohne Qualitätskontrolle

Gerade beim Ethikunterricht haben die Lehrerausbildung, die Wahl der Lehrbeauftragten und die Aufsicht eine besondere Rolle zu spielen. Nur ein Lehramtsstudium würde nämlich EthiklehrerInnen befähigen, die komplexen Herausforderungen, die ein Ethikunterricht mit sich bringt, zu bewältigen. Um die Entstehung von Interessens- und Gewissenskonflikten zu verhindern sollten wiederum LehrerInnen, die Religion unterrichten, an derselben Schule nicht auch den Ethikunterricht erteilen dürfen. Ergänzend müsse ein Ethik-Fachinspektorat nicht nur das Einhalten von positiven Qualitätskriterien gewährleisten, sondern auch eine weltanschauliche Beeinflussung verhindern.

Faule Kompromisse sind unethisch

Die flächendeckende Einführung eines Ethikunterrichtes für ALLE wird – nach fast einem Vierteljahrhundert(!) der politischen Blockade – weder einfach noch billig sein. Umso wichtiger ist es daher, zuerst die Ziele festzulegen und erst anschließend detailliert zu planen. Wer die Einführung des Ethikunterrichtes ausschließlich als Ersatzpflichtgegenstand zum Religionsunterricht ab der Sekundarstufe II als “Schritt in die richtige Richtung” gutheißt, bricht in Wahrheit eine Lanze für eine schleißige Dauerlösung. Und solche haben im Bildungssystem schon gar nichts verloren.

Eine detaillierte Begründung für “Ethik für ALLE” liefert folgendes Positionspapier.

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